Ich packe meinen Koffer und nehme mit

Ich packe meinen Koffer und nehme mit, 2026

Künstlerische Intervention im öffentlichen Raum über Flucht, Verlust und Erinnerung Folienbeschriftung auf Plexiglas Kiellinie

Ein Koffer kann vieles aufnehmen: Dinge, die wichtig sind, Erinnerungen, Bilder, Gerüche, Namen, Geschichten. Auf der Flucht wird er zu einem Begleiter zwischen dem, was zurückbleibt, und dem, was für einen Neubeginn wichtig ist. Das Projekt gibt diesen Erfahrungen Raum und macht sie öffentlichen sichtbar.

Im Rahmen eines Workshops am 14.08. entstanden gemeinsam mit Menschen mit Fluchterfahrungen Begriffe, die davon erzählen, was Menschen auf der Flucht mitnehmen und zurücklassen müssen – materiell und immateriell. Die Worte werden entlang der Kiellinie vier Wochen zu lesen sein.

Ich packe meinen Koffer / und nehme mit / meine Töchter / neue Wege / Gewürze / tiefe Emotionen / die unsaussprechbar sind / meine Klangschale / Вода / Sprache / Umut Bavulu / Träume / Bildungsdokumente / Mut / Laptop / Anahtar / Jin, Jiyan, Azadî / Unklarheit / Zahnberschdle / Selbstvertrauen / Klamotten / Fear / Deutschsprachkenntnisse / Hoffnung / Erinnerungen / Ich packe meinen Koffer / und nehme mit / meine Kinder / Freiheit / Identity documents / Kindheit / Brezl / mein Streben nach / Gleichberechtigung / Medikamente / Gerechtigkeit / Defter / Familie / Recipes / Identität / Marokkanische Süßigkeiten / Heimat / Teekanne / Fotoalbum / Sehnsucht / Wurzeln / أحاسيس / Zukunft / meine Erinnerungen

Dabei verbindet „Ich packe meinen Koffer …” die Erinnerungen an Flucht, Verfolgung und Verlust während des Nationalsozialismus mit den Erfahrungen von Menschen, die heute fliehen müssen. Historische Ereignisse und gegenwärtige Erfahrungen treten miteinander in Beziehung und machen sichtbar, dass Fragen von Flucht, Ausgrenzung und Diskriminierung nicht nur Teil der Geschichte sind, sondern auch unsere Gegenwart berühren.

Am Workshop beteiligt waren unter anderem: Olga Farina, Ulrike Krogmann, jalal Wreid, Adil El Hazaji, Hosa Barekzai und Masuma Habibi.

Die Eröffnung wurde vom Kieler Stadtrat Sascha Thümmler mit einem Grußwort begleitet. Eine kurze Leseinszenierung mit der Schauspielerin Ellen Dorn und der Autorin Aziza Khoshnaseeb eröffnete einen weiteren Zugang zu den Themen des Projektes. Laufzeit der Installation: 25. September bis 23. Oktober

Das Projekt wurde in Kooperation von der ZBBS, dem Flüchtlingsrat SH, der Heinrich-Böll-Stiftung SH und der Bühne für Demokratie des Theater Kiel durchgeführt. Gefördert wurde das Projekt von der Partnerschaft für Demokratie Kiel.

https://calendar.boell.de/de/event/einladung-zur-eroeffnung-von-ich-packe-meinen-koffer

https://www.zbbs-sh.de/kunstinstallation-ute-diez-ich-packe-meinen-koffer-und-nehme-mit/

https://www.frsh.de/artikel/tag-der-gefluechteten-ich-packe-meinen-koffer

https://www.partnerschaft-fuer-demokratie-kiel.de/